Am 23. März 2026 besuchten die Klassen 9a und 9b die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Begleitet wurden sie von den Lehrkräften Armin Peter und Sven Ferchow.
Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist ein wichtiger Erinnerungsort an die Verbrechen des Nationalsozialismus in Bayern. Rund 100.000 Häftlinge leisteten zwischen 1938 und 1945 Zwangsarbeit in Steinbrüchen und Rüstungsfabriken des Konzentrationslagers Flossenbürg und seiner Außenlager. Die Häftlinge kamen aus über 30 Ländern, die meisten von ihnen aus Osteuropa. Mindestens 30.000 Gefangene kamen während der Haft ums Leben. Eines war allen der Häftlinge gemeinsam: Sie waren unschuldig und hatten nichts verbrochen, was sie zu Häftlingen machen sollte. Die KZ-Häftlinge wurden im Granit-Steinbruch vor Ort ausgebeutet, ab 1943 wurde das Lager zum Rüstungsstandort für die Firma Messerschmitt. Ein System von über 90 Außenlagern erstreckte sich von Bayern über Böhmen und Sachsen.

Unter fachkundiger Anleitung des Museumspersonals erkundeten die Klassen 9a und 9b das heutige Gelände der Gedenkstätte. Dazu zählen einige der Originalgebäude, darunter Wachtürme, das Krematorium, Teile des Arrestbaus sowie die ehemalige Wäscherei und die frühere Häftlingsküche. Nachdem der Besuch im GPG-Unterricht theoretisch und mit Zeitzeugenvideos überlebender Häftlinge vorbereitet wurde, konnten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Gedenkstättenpädagogen noch einmal eine neue Perspektive, aber auch die erschreckende Dimension der unmenschlichen Geschehnisse im Arbeitslager Flossenbürg in vollem Umfang einordnen und in historische Bezüge setzen.

Für die die Schülerinnen und Schüler war der Besuch der Gedenkstätte sehr wertvoll. Im Abschlussgespräche wurde noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, sich einerseits der vergangenen und begangenen Verbrechen und ihrer Opfer zu erinnern, gleichzeitig aber auch zu erkennen, wie wertvoll es ist, in einer demokratischen Gesellschaft zu leben und diese aufrecht zu erhalten.
Text & Bilder: Herr Ferchow / Herr Peter mit den Klassen 9a und 9b
